Es soll bald umgebaut werden, das Dünenrestaurant auf Helgoland. Schicker soll es werden – und ganz modern. Aber noch sieht es so aus, wie es aussieht. Und noch ist es so, wie es ist. Wie eine Reise in die Vergangenheit. Wie Zuhause fühlen, obwohl man vorher nie dort war. marcus71 hat es auf seinem Foto gut getroffen.
Gedankensprung.
Bis Heute wusste ich nicht, dass es ein Jeversches Wochenblatt gibt – sie schreiben aktuell über die Entwicklung von Helgoland: „Die an der Wilhelmshaven-Helgoland-Linie beteiligten Reedereien AG Ems und Frisia machten deutlich, dass die eingesetzte Schiffe und der reduzierte Fahrplan eine Reaktion auf die sinkende Attraktivität der Insel seien und nicht deren Ursache.“ Und sie fordern die Umsetzung eines Entwicklungskonzeptes für die Insel. Ein paar Tage vorher gab es zu diesem Thema ein Interview in den Cuxhavener Nachrichten… – da setzt man, ich kann es nicht glauben, u. a. auf den „Preisvorteil bei hochpreisigen Produkten“ und „Sonderangeboten zu den Saisonrandzeiten“.
Da schüttelt sich mein Kopf ganz automatisch. Hin und wieder zurück. Und immer wieder. Hallo? Da ist eine Insel voller Stille, Heimat von James Krüss, die reinste Luft, Labsal für jeden Allergiker, Golfstrom-Temperaturen, ein literarischen Nachlass ohnegleichen, Palmen in Schleswig-Holstein, ein Meerwasser-Schwimmbad mit atemberaubendem Blick auf Felsen, hochkarätige Biologie-Forschung, Insulaner mit Charakter und Gastsinn, einzigartiger Hummer für Feinschmecker, (…) und man möchte sich mit dem (O-Ton – ich muss es nochmal schreiben) „Preisvorteil bei hochpreisigen Produkten wie Kleidungs, Kameras, Schmuck, Whisky(…)“ positionieren? Das muss man erst schaffen.
Timm Thaler hat sein Lachen verkauft… das war aber bloß eine Geschichte. Was hier verkauft werden soll, macht mir Angst.
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