In Märchen fallen die guten Dinge manchmal vom Himmel. Auf Helgoland geschehen auch die Weihnachtswunder etwas anders.
Natur- und vor allem Rechtsexperten werden Morgen in den Zeitungen äußern, Sturm Friedhelm sei schuld daran, dass ein dänisches Container-Schiff einige Ladung verlor, die Heute in Form von tausenden Paar Schuhen in der Dezembersonne auf Helgoland strandete.
Im gleichen Zuge wird man darauf aufmerksam machen, dass dieses Strandgut vor Ort zu verbleiben hat und jegliches Entfernen des Schuhwerkes großer Diebstahl sei.

"Der Rechtsbrecher hat einen Anspruch darauf, bestraft zu werden." Aber wahrscheinlich war alles ganz anders.
Ach, sachliche Welt ohne Phantasie.
Viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass es dem Weihnachtsmann ähnlich wie den Gästen in den vergangenenen Wochen auf Helgoland ging:
Es fuhr und fuhr kein Schiff auf die abgelegene Felseninsel und die Zeit lief ihm davon…
Um die armen Helgoländer nicht gänzlich ohne Weihnachtsgeschenke zu lassen, hat er das geschehen lassen, was sonst nur in Märchen geschieht:
Der Weihnachtsmann hat den Helgoländern ihre Geschenke einfach in Form von Schuhen aller Art an den Strand gespült.
(Dass man noch nie so viele kreischende Frauen auf Helgoland gehört habe, wie am heutigen Tag, ist hingegen nur ein Gerücht.)
Für die Kästen mit den Bohrmaschinen hat der gute Mann ja noch ein paar Tage Zeit. Ein Vorteil ist, dass dabei das mühsame Sortieren in Paare entfallen wird.
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