Helgoland – Eine andere Welt

Informationen über die subjektiv schönste Insel Deutschlands am Golfstrom, Neuigkeiten und Veranstaltungen auf Helgoland – und ein bisschen "Kraut und Rüben" aus der Kartoffelallee

Power Yoga – Ganz schnell zur Entspannung?

Ich unbedarfte habe mich zu einem Kurs in Power Yoga angemeldet. Auf der Suche nach einem Weg zur Entspannung, dachte ich doch wirklich, dass diese bei „Power Yoga“ eben mit einer ganz besonderen Kraft vermittelt wird. Fehlgedacht. Erster Kurstag: Die Trainerin forderte uns im fröhlichen Kasernenton auf, traditionelle Yoga-Übungen in einer Schnelligkeit zu absolvieren, dass mir (die ich mich bisher für gelenkig hielt) ganz schwindelig wurde. „Und das Atmen nicht vergessen.“ Schlag auf Schlag folgte eine Übung nach der anderen. Zeit zur Besinnung? Keine Spur.

Mit soviel Power in die Entspannung? Diese Art von Wellness brauche ich nicht.

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Ungewohnt frei

Das Inselkind (das in der Realität keines ist sondern ein Hamburger Stadtkind mit ausgeprägter Liebe zu allem, was mit Wasser und Meer zu tun hat) ist im Urlaub. Seit einer Woche verweilt es mit seinem Vater auf einer anderen als meiner Lieblingsinsel. Für mich bedeutet das seit sieben Tagen: Längeres Schlafen am Morgen, späteren Feierabend, längeres Lesen – manchmal bis weit nach Mitternacht, mehr Treffen mit Freunden – und täglich heimliche Blicke auf den Kalender, wie lange ich das noch aushalten muss.

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Der Rote Feuerstein von Helgoland

Ein Spaziergang am Meer, die Füße im weichen Sand, den Blick nach unten gerichtet und wenn es das Glück will, dann findet man ihn: Den Roten Feuerstein von Helgoland, wie er nur hier vorkommen soll. Der Stein besteht aus Resten von Kieselalgen und die rote Farbe ist wie auch bei dem Buntsandstein auf das eingelagerte Eisen zurückzuführen.

Eine schöne Auswahl von Schmuckstücken aus dem roten Flintstein habe ich in der „Bude 31“ gesehen.

BUDE 31
Inger Ludwig
Hafenstraße 1011
27498 Helgoland

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Leuchtturm Hochzeit auf Helgoland?

Einer der Leuchttürme auf Helgoland

Kein Ort für eine Hochzeit: Einer der Leuchttürme auf Helgoland

Vor kurzem habe ich Detlev Rickmers (Inhaber des subjektiv schönsten Hotels der ganzen Insel ) gefragt, ob man auf Helgoland in einem Leuchtturm heiraten könne. Die Antwort war kurz und bündig: „Nein“.

Aber in einer der Hummerbuden auf der Insel befindet sich das Standesamt, in dem man sich das Ja-Wort geben kann. Nunja. Sagen wir: Eine Hummerbude kam bis dahin in meiner Vorstellung von einer Traumhochzeit nicht vor.

Selbstverständlich besitzt auch Helgoland einen Leuchtturm, wie es sich für eine Insel mitten im Meer gehört. Er ist 35 Meter hoch und sendet ab einer Stunde vor Sonnenuntergang alle fünf Sekunden einen Blitz. Das ist seine Kennung und steht so in jeder Seekarte. Damit ist er von jedem anderen Leuchtturm der Welt zu unterscheiden. Und eben dadurch, dass man auf ihm nicht heiraten kann.

Erst war ich darüber verwundert – dann nicht mehr. Denn auch das ist etwas, was mein Helgoland von anderen Orten dieser Welt unterscheidet. Keine Hochzeits-Kommerzialisierung, nur weil jeder zweite heiratswillige zur Zeit auf einem Leuchtturm heiraten möchte. Und ganz persönlich bin ich darüber nur ein kleines bisschen enttäuscht.

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Börteboote: Regatta 2008 auf Helgoland

Nachtrag 2009: Hier geht es zur Börteboot-Regatta 2009: Klick!

Eine Attraktion auf der Insel Helgoland sind die weiß-grün-roten Börteboote. Börteboote – das sind breite, stabile Holzkutter. Die Motoren sind stark ausgelegt, was man an der Geschwindigkeit eines Börtebootes gut beobachten kann.

Die diesjährige Börtebootregatta auf Helgoland findet am 10. August 2008 statt. Für die Gäste an Bord der offenen Boote, die von der Landungsbrücke bis zur Nordspitze (und zurück) düsen, ist die Börtebootregatta ein Erlebnis: Wer gewinnen will, darf keine Angst vor Wellen und Gischt haben.

Die Fahrkarten werden am Regatta-Tag am Anleger verkauft und sind meist innerhalb kürzester Zeit

Ein Börteboot vor Helgoland

Ein Börteboot vor Helgoland

vergriffen. Bei der anschließenden Party kann jedoch Jedermann mitfeiern.

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An alles gedacht

Das erste Mal bewusst besucht habe ich Helgoland im Jahr 1999. Bewusst, weil ich die Butterfahrten-Zeiten damit auslasse. Unsere Unterkunft hieß in diesen Jahren meist „Sweet Home“ im Drosselstieg (Oberland) und die Haus-Verwalterin (Frau Lassen/Larsen?) war zunächst sehr besorgt, als sie die Honx-Instrumente pluss jeweiligen Besitzer (für das geplante Konzert auf der Düne) nach und nach in Ihrem adretten Häuschen verschwinden sah.

Von einem dieser Helgoland-Besuche stammt auch der bei uns in Hamburg legendär gewordene Ausspruch des Bruders meines Kumpels Mike:  Besonders angetan hatten es ihm die zahlreich angebrachten Schilder an allen nur erdenklichen Orten, welche immer die Worte „Deutschlands einzige Hochseeinsel“ enthielten. Vor einer Wiese mit Kühen blieb Rübe stehen, stand eine Weile schweigend davor und sagte dann, ganz in den Anblick versunken: „Die haben wirklich an alles gedacht auf Deutschlands einziger Hochseeinsel.“

Dieser Satz ist uns bis Heute im Gedächtnis geblieben und steht für ein Erlebnis, bei dem einfach alles stimmt.

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„Voll die Bässe“ – oder: Wie alles begann

Vor ungefähr neun Jahren begann meine Liebe zur Insel. Helgoland – das waren für mich in diesen Jahren die regelmäßig wiederkehrenden Konzerte in der Kneipe auf der Düne. Wir Hamburger fuhren mit „der Band“ gemeinsam „rüber“. Die Honx und ihre große Familie. Frizz war nicht nur Sänger und Gitarrist – auch von ihm fotografierte Musiker-Portraits hingen an den Wänden der Dünen-Kneipe. Da waren die Kids, die uns am nächsten Tag mit hochgestrecktem Daumen ein anerkennendes „Voll die Bässe“ entgegenriefen. Und da war Mike auf der Überfahrt, der jedem, dem es danach verlangte, ein paar Servietten reichte… Und der selbst nie von Seekrankheit betroffen war. Schöne Zeiten.

Die Honx auf Helgoland

Die legendären Honx - Foto: © Arno Declair

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Meine liebstes Hotel auf Helgoland

Es ist nicht groß. Es ist nicht protzig. Und das sind die Dinge, für die ich es mag. „Mein“ Hotel auf Helgoland. Der Wellnessbereich ist eher klein zu nennen – dafür aber voll Stil und für mich meine persönliche Oase der Ruhe und des Selbst-Bewusst-Seins. Wann immer ich nach Helgoland fahre, wohne ich im Hotel Rickmers Insulaner. Auch im Oktober diesen Jahres, den ich schon lange gebucht habe und auf den ich mich sehr freue. Weil man mit schönen Gewohnheiten

Wellness im Hotel Rickmers Insulaner

Wellness-Bereich im Hotel Rickmers Insulaner

nicht brechen sollte. Und weil ich nach vielem Üben gelernt habe, dass ich Gutes verdient habe.

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Das Wetter reicht mir nicht

Auf Helgoland sind es Heute 16 Grad gewesen. Nur ein leichter Wind hat geweht. Das weiß ich von den einschlägigen Seiten im Netz, nicht aus persönlichem Erleben. Ein Wetter, das mir für Helgoland nicht reicht. Möchte ich Sonne und Strand, so fahre ich gerne nach Amrum. Wünsche ich mir Party und Gesellschaft, dann besuche ich Sylt. Will ich jedoch Wind und Sturm, will ich die Elemente und das Leben spüren – dann fahre ich im Herbst nach Helgoland.

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Ich kann nicht meditieren

Mindestens acht kluge Bücher zum Thema „Meditieren“ habe ich in den letzten Jahren gelesen. Nach jedem Buch bleibt die Erkenntnis, dass Meditieren etwas ist, dass kostenlos zu machen ist, mir bestimmt gut täte und eine Tätigkeit (besser: nicht-Tätigkeit) ist, welche zu den Wundern dieser Welt gehört. Nur ein einziges Mal habe ich es in diesen letzten Jahren geschafft, mich zu besinnen und eine halbe Meditationsstunde durchzuhalten. Anderes geht immer vor. Wer dafür eine Erklärung hat, der schreibe sie mir bitte.

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Helgoland – Das heilige Land

Der Name der Insel Helgoland rührt von dem alten Begriff „dat hillige Lunn“ – das heilige Land. Warum das so ist, erklärt Wolfgang Laur in seinem „Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein“ so viel besser als ich, dass mir bitte niemand böse sein möge, dass ich es hier kopiere:

„Die seit dem 16. Jahrhundert auftretende Namensform HELGOLAND geht wohl auf die ältere friesisch-helgoländische Helgeland zurück, wobei man im ersten Bestandteil den Namen des aus dem Altnordischen stammenden Sagenhelden gesehen hat, den man nun in der latinisieten Form HELGO gebrauchte. Der Inselnahme in seiner Bedeutung „heiliges Land“ geht wohl auf die Tatsache zurück, daß man die Insel als eine solche ansah, auf der aller Wahrscheinlichkeit nach der Gott Fosite verehrt wurde, nach dem sie auch Fositesland hieß.“

Woher auch immer der Name stammt, ich meine: In diesen Zeiten ein heiliges Land bewahrt zu haben, schadet auf keinen Fall. Und so nehme ich Helgoland als das, was es ist: Als einen Ort der Ruhe, der Kraft und des Friedens. Als einen Ort, an dem ich so sein kann wie ich möchte.

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Und die See riecht nach Kuchen…

Da ist Wind, Langsamkeit, Meer. Zeit zu Lesen, was man schon immer wollte. Schon die Anreise als Urlaub genießen. Den Heimatort von James Krüss entdecken. Robben gucken auf der Düne. Entdecken der Helgoländer Spezialitäten. Wellness. Entspannen. Vergangenheit (neu) sehen. Oder einfach vergessen. Mal nicht gestört werden. Dem Kind eine Insel schenken - oder sich selbst.

Ich bin, wo mich niemand vermutet.

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"Helgoland" ist ein Blog von:
Iris Binnewies
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