Helgoland – Eine andere Welt

Informationen über die subjektiv schönste Insel Deutschlands am Golfstrom, Neuigkeiten und Veranstaltungen auf Helgoland – und ein bisschen "Kraut und Rüben" aus der Kartoffelallee

Das neue Helgoland-Buch Nr. 2: Ein Fels, eine Familie – 500 Jahre Rickmers Helgoland im Wandel der Weltgeschichte

Auch das Buch „Ein Fels, eine Familie – 500 Jahre Rickmers Helgoland im Wandel der Weltgeschichte“ von Detlev Rickmers ist seit kurzem dort drüben online zu bestellen.

Aus dem Vorwort:
„Ein etwa 50 Meter hohes Felsplateau, maximal 1.500 Meter lang und 500 Meter breit. Ein kleines, strandähnliches Unterland… und über 70 Kilometer bis zum nächsten Festland. Das ist seit 500 Jahren unsere Welt. Auf Helgoländisch „det Lunn“, „das Land“. Als gäbe es kein anderes.
Zunächst klingt die Beschreibung, als könne es hierüber nicht mehr zu erzählen geben, als Nachbarschaftsgeschichten…Aber zum Glück erfand die Menschheit Schiffe. Nun konnten die Helgoländer für sich die Welt erobern  und die Welt Helgoland.
Viele Familienmitglieder erlebten dabei Geschichten von der See, von Unglücken und Reichtum, von Blockaden und Schmugglern, von Denkern und Durchlauchten, von Kriegern und Konzernen, von Invasoren und Insulanern.“ (…) Dabei wird überraschend deutlich, wie oft die kleine Klippe und ihre Bewohner eine besondere Rolle in den Plänen der Weltenlenker spielten…“

Ein Fels, eine Familie - 500 Jahre Rickmers Helgoland im Wandel der Weltgeschichte

Ein Fels, eine Familie – 500 Jahre Rickmers Helgoland im Wandel der Weltgeschichte

Ein Fels, eine Familie
ISBN-13: 978-3-9816915-1-1
160 Seiten, 135 Abbildungen, Hardcover
Erscheinungsdatum: 28.10.2014
Preis: € 24,80

Erschienen im:
Rickmers Verlag & Archiv
Am Südstrand 14
27498 Helgoland
info@rickmers-verlag.de
Telefon: 040/87603538

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Buch-Vorankündigung: Ein Fels, eine Familie – Fünfhundert Jahre Rickmers Helgoland

Ende Oktober 2014 erscheint das Buch

Ein Fels, eine Familie
500 Jahre Rickmers Helgoland im Wandel der Weltgeschichte

Helgoland-Interessierte erfahren hier, wie Helgoland Kriege überstand, ob die Insulaner wirklich ein so eigensinniger Menschenschlag sind und warum über die Jahrhunderte immer wieder das große Zeitgeschehen das Schicksal der Insel veränderte.

Ein Fels, eine Familie_Fünfhundert Jahre Rickmers im Wandel der Weltgeschichte_Cover vorn

Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Felsens Helgoland im Wandel der Zeit, beschrieben aus dem Erleben der Familie Rickmers.

Hierbei begegnet man Piraten, Literaten, mutigen Frauen, mancher Poesie, dem Reeder Rickmer Rickmer, dem Insel-Sohn James Krüss und Weltenlenkern von Napolean über Kaiser Wilhelm II. bis Willy Brandt.

Ein Fels, eine Familie_Fünfhundert Jahre Rickmers im Wandel der Weltgeschichte_Cover hinten

ISBN-Nummer: 978-3-9816915-1-1
Euro 24,80
Rickmers Verlag und Archiv
info@rickmers-verlag.de

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Ein Fels und eine Familie

Es ist das Jahr 1514, in dem eine Chronik den ersten Einwohner mit dem Familiennamen „Rickmers“ (Ryckmers) verzeichnet. Fünfhundert Jahre sind seitdem vergangen. Frau Eicke-Diekmann vom „Hamburger Abendblatt“ hat diese lange Zeitspanne in einem Artikel zusammengefasst.

„Ein Fels und eine Familie: Die Rickmers auf Helgoland“

http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article131364377/Ein-Fels-und-eine-Familie-Die-Rickmers-auf-Helgoland.html

Voraussichtlich im September 2014 erscheint hierzu ein Buch, das vor allem von einem erzählt: Von der Liebe zur Insel und zum Meer. Hierbei begegnet man Lotsen, standhaften Seefahrern, findigen Kaufleuten, einer tollen Köchin, Schauspielern (…) und lernt so fast nebenbei die (manchmal größere, manchmal kleinere) Bedeutung der Insel Helgoland im Rahmen der großen Weltgeschichte kennen.

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article131357223/Rickmers-das-Buch.html

Helgoland_Familie Rickmers_Hans Rickmers_Geschaeft_Hummerbude_e-Karre_195x_web

 

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Hamburg, Der Rest der Welt und ein knapper Quadrat-Kilometer Insel

Im Blog des Herrn Buddenbohm entstand die schöne Idee „Hamburger beschreiben ihren Stadtteil“. Und diese Idee pflanzt sich wunderbarerweise fort.

Inzwischen kamen Karlsruhe, das Ruhrgebiet und ganz andere Städte hinzu. Die Seiten wachsen täglich und wenn jemand einen Umzug innerhalb Hamburgs (oder von Hamburg nach Karlsruhe, warum auch immer) plant, lohnt sich die Lektüre ganz bestimmt.

Weil sich nicht alles richtig einsortieren lässt, gibt es bei Isabel Bogdan nun eine weitere Rubrik, schlicht benannt mit „Der Rest der Welt“ – und dort findet sich auch Helgoland wieder.

In diesem Helgoland-Beitrag sind so viele schöne Sätze, dass ich nur zustimmen kann. (Obwohl „sie“ mich ja oft lieber in Hamburg arbeiten lassen und meine Insel-Besuche in diesem Jahr sehr selten waren, leider.)

Einzig der von Isa beschriebene Punkt der „hässlichen Architektur“ lässt mir keine Ruhe, so dass ich dem hier eine Antwort des Helgoländers D. Rickmers entgegen setzen möchte. Der Text hängt so in einem Hotel auf der Insel und ich füge ihn unten ein. Klar darf und soll jeder hässlich finden, was ihm nicht gefällt – aber diese Erklärung begründet vielleicht mildernde Umstände im Urteil.

Nachtrag 19.11.2012, 18.45 Uhr: Isa mag die Helgoland-Architektur, kommentierte sie gerade. Asche auf mein Haupt. (Berge von.) Beim nochmaligen Lesen sehe ich es auch: Allein die vielen Beton-Wände, dem Küstenschutz geschuldet, stören das Auge der Betrachterin. Hierzu fehlen mir leider auch die Antworten, warum das so offensiv hässlich sein muss. Vielleicht kann jemand anderer etwas dazu sagen?

(Außerdem wollte ich noch den Hamburger Stadtteil „Moorburg“ in der Zeit vor dem Kohlekraftwerkbau für diese Reihe beschreiben – aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht komme ich ab Donnerstag dazu.)

Der Wiederaufbau Helgolands

Die vollständige Zerstörung Helgolands im zweiten Weltkrieg vernichtete nicht nur die bestehende Architektur sondern veränderte auch die Topographie.

Somit fehlten für die Planungen des Wiederaufbaus der Insel zunächst jegliche Bezugspunkte. Man stand vor der vielleicht einmaligen Gelegenheit, einen historisch über lange Zeit gewachsenen Ort von Grund auf neu erfinden zu können. Im Jahr 1952 entstand ein Ideen-Wettbewerb für die Neu-Bebauung Helgolands und mehr als 300 Ent würfe mussten gesichtet – und bewertet werden.

Die Spannweite der Ideen reichte vom Nachbau der gesprengten Felsstrukturen in Stahl-Glas-Konstruktion eines Hans Scharoun bis zur Rekonstruktion der alten Insel-Architektur.

Sehr schnell kristallisierte sich heraus, dass der Charakter des alten, eng und kleinteilig gebauten Fischerortes erhalten bleiben sollte. Diese Vorgabe resultierte nicht zuletzt aus dem Zuschnitt des verbliebenen Grundeigentums. Zur Umsetzung schufen die beteiligten Behörden die technische Kommission, als deren Leiter der Präsident des Bundes Deutscher Architekten, Otto Bartning eingesetzt wurde.

Aus einem längeren Insel-Aufenthalt in der Vorkriegszeit brachte Otto Bartning umfangreiche Kenntnisse des alten Helgoland mit ein. Er gehörte zum Vorstand des Deutschen Werkbundes und zusammen mit Walter Gropius zu den Begründern der Bauhaus-Idee, deren Programm er weitgehend formulierte. Unter der Gesamtleitung von Otto Bartning entstanden zum Beispiel Entwürfe für das Aquarium und die Biologische Anstalt von Gustav Hassenpflug, der unter anderem für Marcel Breuer und Walter Gropius arbeitete. Das Ensemble Rathaus und Kurhaus sowie weitere Bauten entstanden nach Entwürfen von Prof. Friedrich Spengelin.

Helgoland ist sicherlich keine klassische Bauhaus-Siedlung, aber die Philosophie und die Wurzeln des Bauhaus lassen sich deutlich ablesen. Da ist zum einen die Idee des gleichberechtigten, auch egalitären Wohnens, das auf Helgoland durch „Sonneneinstrahlung und Seesicht für alle“ umzusetzen versucht wurde. Zum anderen zeigt die Bebauung den ganzheitlichen Ansatz mit puristischer Reduktion auf die Funktionalität, Betonung auf geraden Linien und glatten, schlanken Formen.

Die Architektur Helgolands entspricht am ehesten der nordischen Einfachheit. Es ging schon damals darum, dem Menschen ebenso gerecht zu werden, wie der Natur. Wohnhäuser zu schaffen, die dem Einzelnen Raum zu seiner Entfaltung geben, ohne zur Belastung zu werden, weder für die Bewohner selbst noch für ihre Nachbarn, weder für das ästhetische Empfinden noch für das ökologische Gleichgewicht. Der Schlüssel dazu ist Einfachheit, Reduktion und Effizienz in Verbindung mit Bequemlichkeit und Ästhetik.

Der Landeskonservator Schleswig-Holsteins, Dr. Johannes Habich, würdigte die Gesamtleistung des Wiederaufbaus 1993 mit folgenden Worten: „Helgoland ist die blaue Mauritius der jungen bundesrepublikanischen Architektur.“

Architektur Helgoland
Die Farben von Helgoland

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Helgoland – Fragen zu Höhlen auf der Insel

Auf den Internetseiten vom „Küstenforum“ bittet ein Teilnehmer um die Beantwortung seiner Fragen zu den „Höhlen auf Helgoland“. Vielleicht kann ein Helgoländer da weiter helfen?

Wer sich für die Höhlen interessiert, findet in dem Beitrag auch diesen interessanten Link mit weiterführenden Informationen.

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Letzter …. (*) vor Helgoland – Ein Kinofilm

Ich kann nichts dafür, der Film heisst wirklich so:  „Letzter **** vor Helgoland“. Wer diesen Film sehen möchte, hat an diesem Wochenende in Hamburg beim Reeperbahnfestival beste Gelegenheit und passendste Umgebung dazu.

Wer vorher lesen möchte, auf was er sich einlässt, findet an dieser Stelle zwei Filmkritiken.

*pe
*u
*ef
*ef

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Helgoland am 9. September 1913

Wer über den Ohlsdorfer Friedhof geht, findet dort das Grab von Kapitänsleutnant Günther Hanne.  Er war verantwortlich für das Zeppelin L1, dass am 9. September 1913 vor Helgoland in der Nordsee zerstört wurde. Es war in eine Windhose geraten. Man kann folgendes darüber im Blog „luftschiffharry“ lesen:

„Auf der Düne vor Helgoland ist seinerzeit für die untergegangene Besatzung der L1 sowie für die Toten der Torpedoboote „S 178“ und „G 171“ sowie des Hebebootes „Unterelbe“ ein Ehrenmal errichtet worden, das jedoch durch die Kriegsereignisse in Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Denkmal wurde 1968 durch den Deutschen Marinebund wieder hergestellt.“

Ein weiterer Artikel erinnert an diesen Vorfall. Und wer noch mehr lesen möchte, findet bei Wikipedia etwas über Ferdinand Graf von Zeppelin.

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Helgoland und seine Bierflaschenorgel

Diese Geschichte wundert mich nicht. Lediglich, dass sie mir bis Heute niemand erzählt hat.
Elke Geyer schreibt über die Geschichte der Bierflaschenorgel auf Helgoland.

Einen ähnlichen Artikel – mit Foto – gibt es dort drüben. Wikipedia kennt es auch.

Die meistgestellte Frage  an die Orgelbauer lautete dann auch angeblich: „Wer hat das Bier ausgetrunken?“ weiß der Orgelbauer-Köln.

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Google search: „Gibt es Pferde auf Helgoland“

Liebe/r Suchende/r – Leider gibt es keine Pferde auf der Insel Helgoland. Zwar gibt es einen „Ponyclub“, dieser Name stammt aber aus vergangenen Zeiten und die ursprünglich vorhandenen Pferde wurden wieder abgeschafft. Sie haben die Helgoländer Wind-/Wetter-/Bodenverhältnisse nicht gut vertragen. Ein Pferd mit dem Namen Helgoland gibt es schon… aber das hilft in diesem Fall ja auch nicht weiter ; -)

Zum Ausgleich kann ich nur einen Ausflug in die Geschichte anbieten, welcher wenigstens die Worte „Pferd“ und „Helgoland“ beinhaltet:

„Baptiste Loisset (der im Jahr 1826 ein Buch über moderne Pferdedressur verfaßte) hatte vier Kinder: Francois (geb. 1821 – gest. 1879, Stockholm; Gatte der Caroline Loyo), Baptiste jr. (verheiratet mit der brillanten Reiterin Mlle. Adeline (Krause), lange bei Renz tätig), Louise und Amèlie.

Francois übernahm das Geschäft und starb 1878 in Stockholm. Baptiste starb im Irrenhaus, Louise heiratete den Grafen Rossi, einen Sohn der Henriette Sontag, und Amèlie den Gastwirt Roux. Töchter des letzten Paares waren Emilie (geb. 1857, Brüssel) und Clotilde, die am 17. August 1876 in Helgoland mit dem Prinzen Heinrich XX. Reuss getraut wurde.

Emilie wurde am 17. April 1882 in Paris im Cirque d´Été von ihrem Schulpferd „J´y pense“ erschlagen.“

(Zitat entnommen aus: Datenbank „Circus und artverwandte Künste – Circus and Allied Arts“)

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Zeppelin über Helgoland, Post aus dem Jahr 1917

Fundstück

Zeppelin über Helgoland

Zeppelin über Helgoland

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Damals war Helgoland auch mondän…

Helgoland 1967

Helgoland 1967

Heute ist es das auf eine andere Art und Weise. – Oder beginnt es gerade wieder, zu sein. Dabei meine ich die „mondän“-Definition nach dem Brockhaus:  „Nach Art der großen Welt.“

Die 80. Jahrestagung der Ornithologen-Gesellschaft fand 1967 auf Helgoland statt, die Biologische Anstalt hielt in diesem Jahr ein internationales Symposium auf der Insel ab. Der Seenotkreuzer ADOLPH BERMPOHL havarierte schwer.

In der geographischen Aufsatzdatenbank kann man auch nachlesen, dass 1967 Diskussionen über das „Großprojekt Helgoland“ stattfanden.

Die noch Heute stattfinde Regatta Helgoland-Edingburgh wurde allerdings erst 1968 ins Leben gerufen.

Die meisten dieser Themen sind der Insel geblieben, neue kommen hinzu. Für Helgoland beginnt im Jahr 2010 eine neue, spannende Zeit.


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P.S. Auf der anderen Seite… – Wer auf dem Festland bleibt, wird auch nicht vom Singverein „hingesungen“ : )

Helgoland - Sicher ist sicher

… auf der anderen Seite hat der Herr D. N. vielleicht auch Recht. Am wenigsten geschieht, wenn man Zuhause bleibt, wie der folgende Artikel aus dem Jahr 1853 zeigt:

1853, 23.8.
Malwine Erck, unverheiratet, angestellt am Theater St. Petersburg, kam am 10. August hier an, um das Seebad zu geniessen und ging in der Absicht zu der Sanddüne, näherte sich dort dem Badeplatz, als sie vom Blitz getroffen, gleich tot hinfiel.
Ausser ihr waren noch vier Frauenzimmer von dem Blitze berührt und von ihnen eine Frau so sehr, dass nach sehr starkem Blutverlust sie ganz blau im Gesicht und geblendet in den Augen, zum Leben nur Hoffnung bliebt.
Sie (M.E.) ward nach Helgoländer Sitte beerdigt, vom Singverein hingesungen, an der Kirchenpforte von dem anwesenden Musikcorps mit feierlichem Trompetenklang empfangen, so zum Grabe geleitet – und am Schlusse wird mit musikalischen Synfonien geehrt. (N.B. Herr Pastor Siemens verwaltete die Beerdigungsfeier).
Den 13. September wird folgendes mitgeteilt:
Malwine Erck, geboren am 26.Mai anno 1827, eheliche Tochter des Königlich-preussischen Garde-Oberinspectors Johann Friedrich Karl Erck und der Frau Friederike Johanna Erck, geb. Busse. Ihr Alter war demnach 26 Jahre, 2 Monate und 28 Tage.

Aus:
„Briefe aus Helgoland“, D. Kemper, Page 14, Breslau 1900

(Die Piratin ruhe in Frieden.)

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Ein Helgoländer

… bloggt seine Gedanken zum 01. März

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Historische Fotografien von Helgoland

Viele schöne historische Fotografien von Helgoland findet man in der Foto-Community V like Vintage. Angucken. Zurückträumen.

Helgoland Fotografie: Familie Rickmers, Archiv

Helgoland Fotografie: Familie Rickmers, Archiv

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Gerade gefunden – zum Thema Heiraten auf Helgoland ;-)

Mein liebes, liebes Mutterl, beginnt im März 1893 der Brief einer 20 Jahre alten Wienerin, die kurz zuvor nach Berlin gegangen ist, um dort als Journalistin zu arbeiten. „Drei Heiratsanträge hab‘ ich am selben Tag gekriegt – es war zum Kranklachen . . .
Einen hab‘ ich angenommen: 1. Weil ich ihn lieb‘ habe – nicht leidenschaftlich – aber von Herzen lieb. 2. Weil ich ihn unendlich bewunder u. verehre. 3. Weil er einen berühmten Namen hat u. eine glänzende pekuniäre Zukunft – obwohl momentan kein Vermögen vorhanden.“

Der Mann, um den es geht, ist August Strindberg, „jetzt in alle Mund als neuester Stern“, wie die junge Wienerin weiterschreibt. Zwei Monate später findet die Hochzeit auf Helgoland statt. Schon im Jahr darauf wird sich das Paar wieder trennen.

Strindbergs Hochzeit: Geheiratet wird im Mai auf Helgoland.

Strindbergs Hochzeit auf Helgoland

Der endgültigen Trennung gehen dann eine Reihe von Gehässigkeiten voraus.
Strindberg gibt, als er allein unterwegs ist, seine Adresse nicht bekannt und droht mit Scheidung, als Fridas Briefe nicht bei ihm eintreffen. In Paris wirft er ihr vor, zu viel Zeit im Theater zu verbringen. Auch dass sie als Übersetzerin und Sekretärin für einen Bekannten arbeitet, um etwas zum Lebensunterhalt beizutragen, erregt Strindbergs Ärger: „Wo ich Dich einführe, verdirbst Du mir die Geschäfte . . . Deine Stärke ist die Grausamkeit, aber Du brauchst ein ständiges Opfer, das den Naiven spielt“, heißt es in einem beleidigten Brief. „Ich will die Rolle nimmer. Such Dir einen anderen! Adieu!“

Die ganze Geschichte hat Verena Mayer aufgeschrieben. Zu lesen ist sie hier.

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Hamburger Abendblatt, 16.04.1949 – Erlebnisse eines Inseljungen

Henry war 13, als er Helgoland zum erstenmal verließ. Mit 13 Jahren begegnete er zum erstenmal einem Pferd. Es war ein alter Gaul. Er zog einen Milchwagen. Sein Kopf war fast verborgen unter der langen Mähne. Henry hielt ihn für einen Zirkuslöwen. Dann sah er die erste Kuh in seinem Leben. Er lachte Tränen über das merkwürdige Geschöpf. Er fand es ebenso plump wie häßlich.

Als er die Insel wieder betrat kam sie ihm öde vor. Die Häuser waren zu niedrig, die Gassen zu schmal und kurz. Zum erstenmal begriff er das Wort „Wandern“. Er ging an jenem Tag dreimal um die Insel herum.

Aber dann kam der Sommer. Es wurde alles wieder gut. Grüne, glatte See. Weiße Dampfer, buntbewimpelt…

(Hamburger Abendblatt, 16.04.1949)

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Die Geschichte der Reederei Rickmers im Hamburger Abendblatt

Frau Dagmar Gehm schreibt Bücher. Demnächst erscheint ihr Reisebuch für Indien. Und oft schreibt sie auch Artikel für (u.a.) das Hamburger Abendblatt. In der heutiges Ausgabe findet sich im Reiseteil ein Artikel von ihr über die Geschichte der Rickmers Reedereien auf Helgoland.

175 Jahre Rickmers

175 Jahre Rickmers

In ganz Kürze erscheint auch ein Buch zu diesem Thema, auf das ich mich freue. Der Verlag Hoffmann und Campe wird es am 20. Juli 2009 veröffentlichen.

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Rezepte und Geschichten rund um die Helgoländer Küche gesucht

Kennt Ihr alte Helgoländer Rezepte? Geschichten rund um das Speisen auf Helgoland? Was gab es zur Seebäderzeit? Was aßen die Touristen? Was die Fischer? Haben die Engländer oder die Dänen die Küche beeinflusst? Welche Restaurants gab es ab 1826 auf Helgoland? Ich bin gespannt auf Eure Nachrichten.

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C. H. Spurgeon im Jahr 1867 Helgoland

H. C. Spurgeon, ein englischer Baptisenpfarrer (1834-1892) schrieb neben einem Reisebericht über Helgoland auch einen Brief von der Insel an seinen Sohn Charles. Das war im September 1867 und der Brief lautete:

HELIGOLAND, Sept., 1867. MY DEAR CHARLIE, — I am very glad that you wrote a nice little note to your dear mother, and I hope it is a sign that you are always going to be diligent and thoughtful, and this will be a glad thing indeed …. I am delighted to hear that you are doing so well at College. Give my love to all the students, and tell Mr. Rogers that it always cheers me to know that the brethren bear me up in their prayers.

On this little island there is a lighthouse; you see it at the top, on the left of the picture. It is much needed, for many vessels are wrecked here. We live down below, on the beach, near the square tower with a flag on it; that is a bath-house. Steamers come every two days, and then we can send letters; at other times, we are far off from everybody, alone in the wide, wide sea.

We have sheep’s milk, for there is no room for cows. Fish is very plentiful, and very good.

My dear boy, I trust that you will prove, by the whole of your future life, that you are truly converted to God. Your actions must be the chief proof.Remember, trees are known by their fruit, and Christians by their deeds.

God bless you for ever and ever! Mother sends her kindest love, and so does — Your loving father, C. H. SPURGEON.

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Helgoland – Das heilige Land

Der Name der Insel Helgoland rührt von dem alten Begriff „dat hillige Lunn“ – das heilige Land. Warum das so ist, erklärt Wolfgang Laur in seinem „Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein“ so viel besser als ich, dass mir bitte niemand böse sein möge, dass ich es hier kopiere:

„Die seit dem 16. Jahrhundert auftretende Namensform HELGOLAND geht wohl auf die ältere friesisch-helgoländische Helgeland zurück, wobei man im ersten Bestandteil den Namen des aus dem Altnordischen stammenden Sagenhelden gesehen hat, den man nun in der latinisieten Form HELGO gebrauchte. Der Inselnahme in seiner Bedeutung „heiliges Land“ geht wohl auf die Tatsache zurück, daß man die Insel als eine solche ansah, auf der aller Wahrscheinlichkeit nach der Gott Fosite verehrt wurde, nach dem sie auch Fositesland hieß.“

Woher auch immer der Name stammt, ich meine: In diesen Zeiten ein heiliges Land bewahrt zu haben, schadet auf keinen Fall. Und so nehme ich Helgoland als das, was es ist: Als einen Ort der Ruhe, der Kraft und des Friedens. Als einen Ort, an dem ich so sein kann wie ich möchte.

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Und die See riecht nach Kuchen…

Da ist Wind, Langsamkeit, Meer. Zeit zu Lesen, was man schon immer wollte. Schon die Anreise als Urlaub genießen. Den Heimatort von James Krüss entdecken. Robben gucken auf der Düne. Entdecken der Helgoländer Spezialitäten. Wellness. Entspannen. Vergangenheit (neu) sehen. Oder einfach vergessen. Mal nicht gestört werden. Dem Kind eine Insel schenken - oder sich selbst.

Ich bin, wo mich niemand vermutet.

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