Helgoland – Eine andere Welt

Informationen über die subjektiv schönste Insel Deutschlands am Golfstrom, Neuigkeiten und Veranstaltungen auf Helgoland – und ein bisschen "Kraut und Rüben" aus der Kartoffelallee

Zwei Wochen auf Helgoland – Halbzeit

Was die Insel Helgoland betrifft, bin ich befangen. Ganz bestimmt. Viele Aufenthalte in den Jahren 2000 bis 2004 und noch mehr Besuche ab dem Jahr 2008 haben meine Zuneigung zum Heiliglande – und zu seinen Bewohnern geprägt.

Neu für mich ist, zwei ganze Wochen Urlaub auf der Insel zu machen. Ein wenig Skepsis war dabei. Langweile ich mich selbst? Hat das Inselkind genug zu tun, ohne dass es murrt? Eine Woche Ferien und einen Tag haben wir jetzt hinter uns. – Und überlegen, noch eine dritte Woche zu bleiben.

Woran das liegt? Ganz bestimmt an dem ureigenen Charme der Helgoländer selbst. Dass dieser sich nicht auf den ersten Blick erschließt, davon zeugen Aussagen der Tagesgäste, die sich über den ruppigen Ton der Insulaner mokieren. Fragt man auf der Düne nach einer Quittung, so kann man schonmal ein  „Wir sind hier nicht auf Sylt“ als Antwort vom Gastwirt erhalten. Bestellt man im Flughafenrestaurant nach 17.00 Uhr noch einen Kuchen, so kommt es vor, dass die Kellnerinnen erst diskutieren, ob die Kasse noch geöffnet  – oder doch lieber schon geschlossen ist.

Nach wenigen Tagen auf der Insel hat man es jedoch verstanden: Die Helgoländer sind viel liebenswerter als ihr Ruf – dies erschließt sich jedoch manchmal erst auf den zweiten Blick.

Am Montag Abend auf der Düne ruft der Börteboot-Steuermann den nicht ins Börteboot einsteigen wollenden Gästen auf der Düne ein „Das nächste Boot geht bestimmt unter“ nach. (Sie trauten dem Einstieg ins Börteboot nicht und wollten lieber auf das Dünenboot warten.) Das hinterhergeworfene „Oder wir holen Euch im Herbst wieder ab“ geht im Gelächter der meist älteren Besucher unter.

Wer aber die Geschichte der Helgoländer als Lotsen kennt und weiß, das vor der Insel eines der best ausgestattesten Seenotrettungsschiffe der Welt stationiert ist, der ist auch sicher, dass jeder dieser Helgoländer Seebären im Notfall zur Hilfe eilen würde.

Viele Helgoländer erzählen gerne Geschichten. Mit ein bisschen Geduld und Sinn für Seemannsgarn erfährt man am Abend in netter Runde vieles, was dem Ein-Tages-Gast verborgen bleibt.

Diese Insel ist schlicht nichts für die, die ganz schnell alles wollen. Und dieses Gefühl kann ich noch eine ganze Weile aushalten.

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Und die See riecht nach Kuchen…

Da ist Wind, Langsamkeit, Meer. Zeit zu Lesen, was man schon immer wollte. Schon die Anreise als Urlaub genießen. Den Heimatort von James Krüss entdecken. Robben gucken auf der Düne. Entdecken der Helgoländer Spezialitäten. Wellness. Entspannen. Vergangenheit (neu) sehen. Oder einfach vergessen. Mal nicht gestört werden. Dem Kind eine Insel schenken - oder sich selbst.

Ich bin, wo mich niemand vermutet.

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