Helgoland – Eine andere Welt

Informationen über die subjektiv schönste Insel Deutschlands am Golfstrom, Neuigkeiten und Veranstaltungen auf Helgoland – und ein bisschen "Kraut und Rüben" aus der Kartoffelallee

Die Ergebnisse für den Helgoland Marathon

Falls Staubsaugen, Treppenhaus putzen und Wassereimer auf dem Ponyhof schleppen entgegen meiner ständigen Behauptung nicht zu den sportlichen Tätigkeiten zählen, dann findet in meinem Leben so gut wie kein Sport statt. Trotzdem kommt hier der Link zu den Ergebnissen des Helgoland Marathons. Aus subjektiv gefühlter Solidarität, sozusagen.

Wenn die Zahl auf dem Zähler der Website stimmt, dann haben die Webcams beim Marathon 2000 Bilder aufgezeichnet. Die Qualität der Fotos schwankt – aber ein umfassenderes Bild über die aktuelle Laufmode findet sich so leicht nicht wieder ;-)

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Helgoland – Einzigartige Insel (Teil 2)

Was braucht eine Insel, um mich immer wieder anzuziehen? Für den Urlaub im Frühling genau wie für ein paar freie Tage im Winter? Und wenn es irgend geht, auch noch zwischendurch?

Eine kurze Anfahrt von meinem Wohnsitz in Hamburg aus, ein schönes Hotel und im Idealfall eine Palme, unter der ich träumen kann. Die Insel, die all das bietet, ist Helgoland. „Meine Insel“ – wenn es nicht zu vermessen klingt – weil es nicht die Insel der „Reichen und Schönen“ ist – sondern die Insel für Dich – und eben für mich. Eine Insel, die mir mit ihrem spröden Charme das Gefühl gibt, ich könne sie noch erobern, etwas Entdecken, ohne damit „Mainstream“ zu sein.

Ich nehme es in Kauf, in den Schaufenstern der Geschäfte auf Helgoland nicht all die Produkte zu finden, die ich schon auf Sylt und Rügen gesehen habe. Ich verzichte auf Sanddorntee und Leuchtturm T-Shirts als Mitbringsel. Dafür nehme ich um 17.00 Uhr das Börteboot zur Düne hinüber, sitze im Dünencafe bei herzlicher Bedienung plus Milchkaffee – und fühle mich gut in der Stille, in wirklicher Natur und dem Gefühl, dass etwas von all dem auch auf mich überspringt. Ein Stück Unvergänglichkeit die an die Seele rührt.

Abends im Hotel (dem Hotel

Helgoland - Auch ein bisschen "meine" Insel
Helgoland – Auch ein bisschen „meine“ Insel

auf Helgoland), dass direkt am Südstrand liegt, habe ich nicht das Bedürfnis, Radio oder Fernseher anzustellen. Weniger ist hier viel mehr.

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Helgoland – Einzigartige Insel (Teil 1)

Helgoland ist einzigartig. So sagen viele.  Das ist Grund genug, einmal nachzuforschen, was diese Insel faktisch wirklich einzigartig macht. Einzigartig, das bedeutet, nur Helgoland hat diese Eigenschaften – oder  Eigenheiten – aufzuweisen. Als „einzigartig“ definiere ich für mein Forschen erst einmal „einzigartig in Deutschland“. Nach einiger Recherche in der Vergangenheit und Gegenwart „meiner“ Insel habe ich vieles herausgefunden, das ich hier nach und nach vorstellen möchte. Allerdings habe ich hierbei auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen…

Zunächst der berühmte Satz „Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel“. Dazu habe ich in einem Portal die Frage gestellt, was der Begriff „Hochsee“ bedeutet.

Ein netter Forumteilnehmer hat mich auf folgendes aufmerksam gemacht:  „Auf der Hochsee muß man immer hoch am Wind segeln. In der Tiefsee dürfen nur U-Boote fahren. und in der Flachsee dürfen nur Kinder baden.“

Richtig klingt diese Antwort: „Alle Meeresflächen, die außerhalb der Hoheitsgewässer eines Staates sind, werden als hohe See (oder Hochsee) bezeichnet. Das sind eben internationale Gewässerbereiche. Helgoland liegt außerhalb der Deutschen Seemeilenzone, also in internationalem Gewässer, der Hohen See. Amrum und die anderen Inseln sind innerhalb der Deutschen Hoheitsgewässer, liegen damit nicht in der Hohen See.“

Dies widerspricht jedoch dem Eintrag auf „Wikipedia“: „Helgoland wird oft als „Deutschlands einzige Hochseeinsel“ bezeichnet, was nach der Definition von Hohe See nur rechtlich gesehen korrekt ist. Geografisch betrachtet liegt Helgoland zwar „auf offener See“, aber noch im Bereich des Festlandsockels (geringe Meerestiefe) und damit nicht im Tiefsee-Bereich „auf hoher See“ wie z. B. Inseln im Atlantik.“

Heute schaffe ich es nicht mehr, diese Frage zu klären.

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Ungewohnt frei

Das Inselkind (das in der Realität keines ist sondern ein Hamburger Stadtkind mit ausgeprägter Liebe zu allem, was mit Wasser und Meer zu tun hat) ist im Urlaub. Seit einer Woche verweilt es mit seinem Vater auf einer anderen als meiner Lieblingsinsel. Für mich bedeutet das seit sieben Tagen: Längeres Schlafen am Morgen, späteren Feierabend, längeres Lesen – manchmal bis weit nach Mitternacht, mehr Treffen mit Freunden – und täglich heimliche Blicke auf den Kalender, wie lange ich das noch aushalten muss.

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Der Rote Feuerstein von Helgoland

Ein Spaziergang am Meer, die Füße im weichen Sand, den Blick nach unten gerichtet und wenn es das Glück will, dann findet man ihn: Den Roten Feuerstein von Helgoland, wie er nur hier vorkommen soll. Der Stein besteht aus Resten von Kieselalgen und die rote Farbe ist wie auch bei dem Buntsandstein auf das eingelagerte Eisen zurückzuführen.

Eine schöne Auswahl von Schmuckstücken aus dem roten Flintstein habe ich in der „Bude 31“ gesehen.

BUDE 31
Inger Ludwig
Hafenstraße 1011
27498 Helgoland

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Leuchtturm Hochzeit auf Helgoland?

Einer der Leuchttürme auf Helgoland

Kein Ort für eine Hochzeit: Einer der Leuchttürme auf Helgoland

Vor kurzem habe ich Detlev Rickmers (Inhaber des subjektiv schönsten Hotels der ganzen Insel ) gefragt, ob man auf Helgoland in einem Leuchtturm heiraten könne. Die Antwort war kurz und bündig: „Nein“.

Aber in einer der Hummerbuden auf der Insel befindet sich das Standesamt, in dem man sich das Ja-Wort geben kann. Nunja. Sagen wir: Eine Hummerbude kam bis dahin in meiner Vorstellung von einer Traumhochzeit nicht vor.

Selbstverständlich besitzt auch Helgoland einen Leuchtturm, wie es sich für eine Insel mitten im Meer gehört. Er ist 35 Meter hoch und sendet ab einer Stunde vor Sonnenuntergang alle fünf Sekunden einen Blitz. Das ist seine Kennung und steht so in jeder Seekarte. Damit ist er von jedem anderen Leuchtturm der Welt zu unterscheiden. Und eben dadurch, dass man auf ihm nicht heiraten kann.

Erst war ich darüber verwundert – dann nicht mehr. Denn auch das ist etwas, was mein Helgoland von anderen Orten dieser Welt unterscheidet. Keine Hochzeits-Kommerzialisierung, nur weil jeder zweite heiratswillige zur Zeit auf einem Leuchtturm heiraten möchte. Und ganz persönlich bin ich darüber nur ein kleines bisschen enttäuscht.

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An alles gedacht

Das erste Mal bewusst besucht habe ich Helgoland im Jahr 1999. Bewusst, weil ich die Butterfahrten-Zeiten damit auslasse. Unsere Unterkunft hieß in diesen Jahren meist „Sweet Home“ im Drosselstieg (Oberland) und die Haus-Verwalterin (Frau Lassen/Larsen?) war zunächst sehr besorgt, als sie die Honx-Instrumente pluss jeweiligen Besitzer (für das geplante Konzert auf der Düne) nach und nach in Ihrem adretten Häuschen verschwinden sah.

Von einem dieser Helgoland-Besuche stammt auch der bei uns in Hamburg legendär gewordene Ausspruch des Bruders meines Kumpels Mike:  Besonders angetan hatten es ihm die zahlreich angebrachten Schilder an allen nur erdenklichen Orten, welche immer die Worte „Deutschlands einzige Hochseeinsel“ enthielten. Vor einer Wiese mit Kühen blieb Rübe stehen, stand eine Weile schweigend davor und sagte dann, ganz in den Anblick versunken: „Die haben wirklich an alles gedacht auf Deutschlands einziger Hochseeinsel.“

Dieser Satz ist uns bis Heute im Gedächtnis geblieben und steht für ein Erlebnis, bei dem einfach alles stimmt.

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„Voll die Bässe“ – oder: Wie alles begann

Vor ungefähr neun Jahren begann meine Liebe zur Insel. Helgoland – das waren für mich in diesen Jahren die regelmäßig wiederkehrenden Konzerte in der Kneipe auf der Düne. Wir Hamburger fuhren mit „der Band“ gemeinsam „rüber“. Die Honx und ihre große Familie. Frizz war nicht nur Sänger und Gitarrist – auch von ihm fotografierte Musiker-Portraits hingen an den Wänden der Dünen-Kneipe. Da waren die Kids, die uns am nächsten Tag mit hochgestrecktem Daumen ein anerkennendes „Voll die Bässe“ entgegenriefen. Und da war Mike auf der Überfahrt, der jedem, dem es danach verlangte, ein paar Servietten reichte… Und der selbst nie von Seekrankheit betroffen war. Schöne Zeiten.

Die Honx auf Helgoland

Die legendären Honx - Foto: © Arno Declair

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Meine liebstes Hotel auf Helgoland

Es ist nicht groß. Es ist nicht protzig. Und das sind die Dinge, für die ich es mag. „Mein“ Hotel auf Helgoland. Der Wellnessbereich ist eher klein zu nennen – dafür aber voll Stil und für mich meine persönliche Oase der Ruhe und des Selbst-Bewusst-Seins. Wann immer ich nach Helgoland fahre, wohne ich im Hotel Rickmers Insulaner. Auch im Oktober diesen Jahres, den ich schon lange gebucht habe und auf den ich mich sehr freue. Weil man mit schönen Gewohnheiten

Wellness im Hotel Rickmers Insulaner

Wellness-Bereich im Hotel Rickmers Insulaner

nicht brechen sollte. Und weil ich nach vielem Üben gelernt habe, dass ich Gutes verdient habe.

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Das Wetter reicht mir nicht

Auf Helgoland sind es Heute 16 Grad gewesen. Nur ein leichter Wind hat geweht. Das weiß ich von den einschlägigen Seiten im Netz, nicht aus persönlichem Erleben. Ein Wetter, das mir für Helgoland nicht reicht. Möchte ich Sonne und Strand, so fahre ich gerne nach Amrum. Wünsche ich mir Party und Gesellschaft, dann besuche ich Sylt. Will ich jedoch Wind und Sturm, will ich die Elemente und das Leben spüren – dann fahre ich im Herbst nach Helgoland.

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Helgoland – Das heilige Land

Der Name der Insel Helgoland rührt von dem alten Begriff „dat hillige Lunn“ – das heilige Land. Warum das so ist, erklärt Wolfgang Laur in seinem „Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein“ so viel besser als ich, dass mir bitte niemand böse sein möge, dass ich es hier kopiere:

„Die seit dem 16. Jahrhundert auftretende Namensform HELGOLAND geht wohl auf die ältere friesisch-helgoländische Helgeland zurück, wobei man im ersten Bestandteil den Namen des aus dem Altnordischen stammenden Sagenhelden gesehen hat, den man nun in der latinisieten Form HELGO gebrauchte. Der Inselnahme in seiner Bedeutung „heiliges Land“ geht wohl auf die Tatsache zurück, daß man die Insel als eine solche ansah, auf der aller Wahrscheinlichkeit nach der Gott Fosite verehrt wurde, nach dem sie auch Fositesland hieß.“

Woher auch immer der Name stammt, ich meine: In diesen Zeiten ein heiliges Land bewahrt zu haben, schadet auf keinen Fall. Und so nehme ich Helgoland als das, was es ist: Als einen Ort der Ruhe, der Kraft und des Friedens. Als einen Ort, an dem ich so sein kann wie ich möchte.

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Und die See riecht nach Kuchen…

Da ist Wind, Langsamkeit, Meer. Zeit zu Lesen, was man schon immer wollte. Schon die Anreise als Urlaub genießen. Den Heimatort von James Krüss entdecken. Robben gucken auf der Düne. Entdecken der Helgoländer Spezialitäten. Wellness. Entspannen. Vergangenheit (neu) sehen. Oder einfach vergessen. Mal nicht gestört werden. Dem Kind eine Insel schenken - oder sich selbst.

Ich bin, wo mich niemand vermutet.

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"Helgoland" ist ein Blog von:
Iris Binnewies
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